Tödliche Bakterien in der Ostsee

Frau stirbt nach Infektion in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Für eine ältere Dame ist jede Hilfe zu spät gekommen: Die Frau war das erste Todesopfer in diesem Jahr, das an Vibrionen erkrankt war. Schuld war offenbar ein Bad in der Ostsee…

Der tragische Fall ereignete sich jetzt in Mecklenburg-Vorpommern. Zuerst berichtete die „Ostsee Zeitung“ darüber. Die Information erhielt die Zeitung vom Landesamt für Gesundheit. Um genau zu sein von Martina Littmann, der Leiterin der Abteilung Gesundheit.

Vibrionen in der Ostsee 2019: Todesopfer gehörte zu Risikogruppe

Littmann teilte mit, dass es sich um eine betagte Frau handelte, die aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehörte. Denn ältere Menschen seien immun-geschwächt.

Wo genau sich die Frau mit den Killer-Bakterien infiziert hatte, ist nicht bekannt. Das Amt wollte aus Datenschutzgründen keine Auskunft erteilen. Allerdings sagte Littmann, dass es seit Juni 2019 insgesamt noch vier weitere Fälle von Infizierten gegeben habe.

Vibrionen in der Ostsee 2019: Nicht mit offenen Wunden ins Meer

Vibrionen sind Bakterien, die nicht zu unterschätzen sind. Da die Ostsee im Sommer deutlich wärmer wird, können sich die Erreger gut ausbreiten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte bereits in der Vergangenheit davor gewarnt, mit offenen Wunden ins Meer zu gehen. Denn durch Verletzungen könnten die gefährlichen Bakterien recht einfach in den menschlichen Körper eindringen. Auch Personen mit chronischen Erkrankungen seien besonders gefährdet, weil ihr Immunsystem meist nicht mehr besonders gut funktioniere.

Die Vermehrung der Bakterien wird laut RKI bei einer Wassertemperatur ab 20 Grad aufwärts begünstigt.