Riems in der Ostsee – Das ist Deutschlands gefährlichste Insel

Friedrich-Loeffler-Institut forscht an tödlichen Erregern

Das Coronavirus wurde offenbar von Tieren auf den Menschen übertragen. Auf der Ostseeinsel Riems forschen Wissenschaftler genau an solch hochgefährlichen Tierseuchen, die auch auf den Menschen überspringen können. Hier arbeiten die Experten jeden Tag unter anderem mit Sars- und Vogelgrippeviren, oder der afrikanischen Schweinepest. Das Friedrich-Loeffler-Institut ist die älteste virologische Forschungs-Station der Welt.

Arbeiten im Seuchenlabor

Die ganze Insel ist absolutes Sperrgebiet. Außenstehende haben keinen Zutritt. Unsere Reporterin durfte die Forscher besuchen und zeigen, wie sie an den teilweise tödlichen Viren arbeiten. Ob Sars, Vogelgrippe, Schweinepest oder Krim-Kongo-Fieber: Jeden Tag haben die Wissenschaftler mit diesen teilweise tödlichen Viren zu tun und stecken deshalb oftmals den ganzen Tag in Überdruck-Anzügen und müssen auf dem Weg ins Labor mehrere Sicherheits-Schleusen passieren. Bei jedem Verlassen müssen sie duschen.

Wie gelangen Seuchen wie das Coronavirus vom Tier auf den Menschen?

Seit 1910 versuchen Forscher hier herauszufinden, wie Tierseuchen auf den Menschen überspringen. Die Forscher arbeiten mit Proben oder direkt an infizierten Tieren. Die Ansteckungsgefahr ist daher hoch. Die Raumluft wird speziell gefiltert, hunderte Schleusen trennen die Stall- und Laborräume voneinander ab.

Das Institut war schon sehr erfolgreich. So konnten sie für die Maul- und Klauenseuche und die Schweinepest schon Impfstoffe entwickeln.