Nord- und Ostsee: Hier sind Ferienhäuschen jetzt richtig teuer geworden

Ein Häuschen oder eine Ferienwohnung am Meer – ein Traum, den sich immer mehr Menschen verwirklichen. Denn der jüngst veröffentlichte Immobilienmarktatlas der LBS Bausparkasse zeigt: Die Nachfrage nach Immobilien an Nord-, und Ostsee ist ungebrochen. Aber: Auch dort steigen die Preise immer weiter.

Wie erwartet, muss nach wie vor auf Sylt für den Wohntraum richtig hingeblättert werden: Hier stiegen die Quadratmeterpreise für Häuser um 7,7 Prozent auf durchschnittlich gut 10.600 Euro, für Wohnungen um 3,5 Prozent auf 7150 Euro. Kampen ist mit fast 22.000 beziehungsweise 15.000 Euro pro Quadratmeter dabei.

So teuer ist Sylt

Bei Neubauten in der Gemeinde Sylt und Wenningstedt-Braderup sind Preisspannen zwischen 12.000 und 25.000 Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen.

Da die Preise auf Sylt weiterhin stark steigen, das Angebot aber immer geringer wird, ist ein „Ausweichen“ der Käufer nach Amrum und Föhr zu beobachten, sagt Bernd Ullrich, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH.

Allerdings sind auch hier gebrauchte Ein-und Zweifamilien und Eigentumswohnungen im Verkauf rar – dies treibt auch auf diesen beiden Inseln die Preise in die Höhe.

Hauskäufer auf Föhr mussten im Schnitt mit 4701 Euro pro Quadratmeter rechnen, ein Anstieg um 13,9 Prozent gegenüber 2017. Man spräche schon von „Versyltung“, so Ullrich.

St. Peter-Ording: nichts unter 1000 Euro

Aber auch in St. Peter-Ording, an der Lübecker Bucht, am Hamburger Rand sowie in den Innenstädten von Lübeck und Kiel werden zum Teil sehr hohe Preise gezahlt. Der Quadratmeter unter 1000 Euro, wie es das zum Teil noch vor wenigen Jahren gab, ist laut LBS nirgends mehr zu haben.

Besonders viel Bewegung ist auf dem Markt derzeit an der Lübecker Bucht und auf Fehmarn. Besonders hoch ist das Preisniveau in Timmendorfer Strand mit 4300 Euro je Quadratmeter bei Wohnungen. In Travemünde müssen 3200 Euro hingeblättert werden. In Sierksdorf wurde die höchste Preissteigerungsrate deutlich – Eigentumswohnungen aus dem Bestand wurden in dem Ostseeort um 28,6 Prozent teurer.

Im Hamburger Umland ist besonders Norderstedt zu einem beliebten Ort für Pendler geworden. Eigentumswohnungen in Norderstedt stiegen um sieben Prozent. Ullrich sagt, dass die gute Verkehrsanbindung nach Hamburg und das „Alles-vor-Ort-Prinzip“ Norderstedt so begehrt mache.