Auf Ostsee-Insel werden Tiere mit Coronavirus infiziert – jetzt gibt es erste Ergebnisse

Hohe Sicherheitstandards im "Alcatraz der Viren"

 
 
 

Auf der kleinen Insel Riems im Südwesten des Greifswalder Boddens führt seit mehreren Wochen das Friedlich-Loeffler-Institut (FLI) Tierversuche mit Covid-19 durch. Ziel ist es, das aus dem Tierreich stammende Coronavirus zu erforschen. Jetzt gibt es erste Ergebnisse.

Frettchen können möglicherweise als Modelltiere für die Infektion des Menschen mit dem neuartigen Coronavirus und zur Erprobung von Impfstoffen oder Medikamenten eingesetzt werden. Nach solch einem Tiermodell, das die Infektion des Menschen widerspiegelt, werde derzeit weltweit dringend gesucht, teilte das FLI am Donnerstag mit. Die komplette Auswertung aller Versuchsreihen werde allerdings noch bis Mai andauern.

Hohe Sicherheitstandards im „Alcatraz der Viren“

Die Studien finden unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. FLI-Präsident Thomas Mettenleiter spricht von der zurzeit sichersten Insel Deutschlands.

Katzen können Coronavirus bekommen – Hunde nicht

Nach den umfangreichen Versuchen können die Experten bislang sagen, dass etwa Schweine und Hühner, aber auch Hunde nicht für das neuartige Coronavirus empfänglich sind, Katzen hingegen schon.

Erkrankter Tiger im New Yorker Zoo

In diesem Zusammenhang sei es laut Mettenleiter zur Infektion eines Tigers, also eines katzenartigen Tieres, im Bronx Zoo in New York durch eine Tierpflegerin gekommen. Dennoch gibt es laut FLI bisher keine Hinweise darauf, dass Haustiere wie Hunde und Katzen eine Rolle bei der Verbreitung des neuen Coronavirus spielen.