Estland fordert Geldbuße gegen Gazprom im EU-Kartellverfahren

Im EU-Kartellverfahren gegen Gazprom wegen der Abschottung mittel- und osteuropäischer Märkte spricht sich Estland gegen Zugeständnisse an den russischen Gaskonzern aus. «Estland ist der Auffassung, dass die Zusagen von Gazprom in diesem Fall nicht proportional zum Umfang der Zuwiderhandlung sind», heißt es in der von der Regierung des Baltenstaats verabschiedeten Position. «Das Wettbewerbsverfahren sollte den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung beenden, gefolgt von einer Geldbuße gegen Gazprom.»

Nach Angaben einer Sprecherin der estnischen Staatskanzlei in Tallinn soll der EU-Kommission die Position schriftlich vom Justizministerium übermittelt werden. Eine Billigung durch das Parlament sei nicht vorgesehen, sagte sie am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. 

 

Es geht um die beherrschende Stellung von Gazprom als Gaslieferant für mittel- und osteuropäische Länder. Die EU-Kommission hatte im April 2015 in einer Beschwerde erklärt, Gazprom verstoße mit seiner Gesamtstrategie zur Abschottung dieser Gasmärkte gegen EU-Kartellvorschriften. Gazprom hatte daraufhin Zugeständnisse gemacht. Nach Ansicht von Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager beenden die Zusagen die marktbeherrschende Stellung. Für Estland hingegen sind Gazproms Maßnahmen «vorübergehender Natur und garantieren keine langfristig akzeptablen Gaspreise für Verbraucher».




Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.