App soll Ansturm auf Strände in SH begrenzen

App soll freie und ausgebuchte Strände zeigen

 
 
 

Schönstes Wetter, ein langes Pfingstwochenende und die Erlaubnis, wieder zu Tagesausflügen an Schleswig-Holsteins Strände aufzubrechen: diese Kombination hat an den vergangenen Tagen viele Menschen in die Badeorte gelockt. Für Haffkrug und Scharbeutz (Kreis Ostholstein) an der Ostsee waren es zu viele Besucher. Die Behörden reagierten und sperrten kurzfristig einige Zufahrtsstraßen, damit an den Stränden die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden konnten.

Bürgermeister und Landrat: In Zukunft bessere Kommunikation

Am Dienstag haben die ostholsteinischen Bürgermeister und Landrat Reinhard Sager (CDU) das Wochenende analysiert und beschlossen, dass die Maßnahmen in den Küstenorten erst mal so belassen werden. Jeder Ort hatte seine eigenen Vorkehrungen getroffen, zum Beispiel Zwei-Bahn-Wege auf Promenaden und Kapazitätsgrenzen auf Parkplätzen.

Nachbessern wollen die Bürgermeister in der Kommunikation: Wenn ein Ort voll ist, soll das in Zukunft schneller über die Medien verbreitet werden, damit Tagestouristen früher wissen, dass ein Strand überlaufen ist. Sager hofft zudem, dass auch Mecklenburg-Vorpommern bald wieder Tagesgäste empfängt, um einen möglichen Ansturm an der Küste zu entzerren.

App soll freie und ausgebuchte Strände zeigen

Er hält es außerdem für sinnvoll, in Zukunft mit Reservierungen zu arbeiten. Sagers Angaben zufolge entwickelt die Gemeinde Scharbeutz gerade eine spezielle App. Damit soll dann jeder Besucher einen Platz am Strand reservieren können. Wenn alle Plätze weg sind, müssen sich die Gäste einen anderen Platz an der Ostseeküste aussuchen. So sollen sich die Strandbesucher besser verteilen.

Scharbeutz: App gegen überfüllte Strände

Die Gemeinde Scharbeutz entwickelt eine App, die die Einhaltung der Corona-Abstandsregeln an den Stränden erleichtern soll. Die App soll alle Küstenorte in der Lübecker Bucht abdecken.

Die App soll alle Küstenorte in der Lübecker Bucht abdecken. Nach Angaben der Bürgermeisterin von Scharbeutz, Bettina Schäfer, könnte sie schon zu den Sommerferien einsatzbereit sein. Die Bürgermeisterin kündigte außerdem an, auch künftig Straßen zu sperren, wenn es zu voll im Ort wird.

Buchholz ebenfalls für Reservierungssystem

Das Vorgehen der Badeorte an Nord- und Ostsee kam auch beim Innenminister Bernd Buchholz (FDP) gut an. Sperrungen wie in Haffkrug und Scharbeutz hält er auch in Zukunft für möglich und sinnvoll. Aber: „Ich glaube wir sollten an intelligenteren Systemen für die Zukunft schrauben und das ganze digitaler, mit den entsprechenden Reservierungsmöglichkeiten ausgestalten. Dann ist es für alle Beteiligten noch kundenfreundlicher, weil sie dann gleich von vornherein wissen, ob sie am Strand einen Platz finden“, sagte Buchholz.