Schneller zur Ostsee: Bahnhofsausbau Waren fast fertig

Bahnhof Waren

 
 
 

Zwischen Rostock und Berlin können Züge nun deutlich schneller fahren. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit hat die Deutsche Bahn die Erneuerung des Bahnhofs in Waren an der Müritz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) abgeschlossen. Auf der wichtigsten Bahnstrecke zwischen Berlin und der Ostsee fahren die Züge nun nach Angaben der Bahn mit 160 statt mit 120 Kilometern pro Stunde. Die Kosten für den Ausbau der Bahnstrecke liegen bei rund 35 Millionen Euro.

Sanierung kurz vor Abschluss

Die wichtigsten Arbeiten an den Gleisen in Waren sind schon im Oktober beendet worden. Die Bahn hatte in Waren alle durchgehenden Gleise und das Netz mit Masten und Fahrleitungen erneuert sowie einen 350 Meter langen und damit IC-tauglichen Bahnsteig neu gebaut. Somit verfügt der Bahnhof nun über zwei Bahnsteige. Per Fernsteuerung wurde der Bahnhof an ein elektronisches Stellwerk in Berlin angeschlossen. Das bisherige Stellwerk in Waren hat damit ausgedient. Auch veraltete Gleise zum ehemaligen Bahnbetriebswerk sind abgebaut und Schutzrohre unter den Gleisen für die Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen angebracht worden.

Barrierefreier Zugang: Fehlanzeige

Laut Deutscher Bahn sind die Umbauarbeiten in Waren damit abgeschlossen, Restarbeiten ausgenommen. Ein Problem ist allerdings der fehlende barrierefreie Zugang zum bestehenden Bahntunnel. Der behindertengerechte Zugang sei Aufgabe der Stadt Waren, so ein Bahnsprecher. Diese wolle im kommenden Jahr eine Lösung für die fehlende Barrierefreiheit finden.

Nadelöhr zur Ostsee mit neuem Fahrplan behoben

Mit der Fertigstellung kommt ab Mitte Februar auch ein neuer Fahrplan für Waren und Güstrow. Dann fahren die Züge auf der Berlin-Ostsee-Verbindung wieder stündlich, statt wie bislang zweistündlich. Für den Endausbau der Strecke Rostock-Berlin müssen nun noch die Bahnhöfe Neustrelitz, Rostock-Bramow, Fürstenberg, Oranienburg und Birkenwerder erneuert werden.