Fäkalien-Ärger an der Ostsee: Toilette? Camper machen einfach auf den Stellplatz

Spaziergänger vor dem Bülker Leuchtturm (Symbolbild)

 
 
 

Strande – Die Stellplätze für Camper am Bülkener Leuchtturm in Strande (Kreis Rendsburg-Eckernförde) sind wahnsinnig beliebt. Die Lage direkt an der Ostsee, das Leuchtturm-Panorama – alles stimmt! Nur das Verhalten der Camper nicht. Denn das ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur beschissen.

Einige Übernachtungsgäste auf den Stellplätzen legen nämlich ein absolut widerwärtiges Verhalten an den Tag. Wie die „Kieler Nachrichten“, berichten, soll es gar vorgekommen sein, dass sich einige Personen für ihr „großes Geschäft“ einfach hinter ihren Wohnwagen gehockt oder in die angrenzende Natur gehuscht sind. Und das, obwohl es sogar eine öffentliche Toilette gibt!

Hinzu kommt noch einiges an Müll. Und der geht über einfache weiße Papierstücke oder Taschentücher hinaus. Auch volle Windeln wurden dem Bericht zufolge teils achtlos liegen gelassen.

Strandes Bürgermeister spricht von „Riesensauerei“

Das Verhalten der Camper stößt auf große Empörung. „Das ist eine Riesensauerei, wie sich Menschen dort benehmen“, zeigt sich Strandes Bürgermeister Holger Klink gegenüber den „Kieler Nachrichten“ erzürnt über die Verschmutzung.

Die Situation soll demnach teils sogar so schlimm gewesen sein, dass die Mitarbeiter des Bauhofes – die zuständige Einrichtung der Gemeinde, auf der Material und Gerätschaften für Grünflächen, Straßenerhaltung und -reinigung, Strand- und Winterdienste gelagert bzw. erforderliche Fahrzeuge abgestellt werden – Arbeiten wie das Trimmen des Rasens in dem Gebiet schon nicht mehr vornehmen mögen. Man mag sich zudem die Geruchsbelästigung in dem Gebiet im Sommer kaum vorstellen.

Ekel-Camper seien häufig einfach zu faul für den Toilettengang

Bauhof-Leiter Karl-Heinz Petersen sieht dabei auch die Gesundheit seiner Mitarbeiter gefährdet. „Das gab es zwar schon immer, aber die Campingfahrer sind immer uneinsichtiger“, kritisiert auch er gegenüber den „Kieler Nachrichten“ das unmögliche Verhalten.

Petersen erzählt weiter, dass er einige der Camper zur Rede gestellt habe. Häufig seien die Ekel-Camper demnach die, deren Fahrzeug keine eigene Toilette besitzt und die zu faul seien, die paar Meter bis zum nächsten öffentlichen Klo zu laufen.

Bürgermeister Klink droht mit Konsequenzen

Wenn sich die Situation nicht verbessert, drohen weitere Konsequenzen für die Stellplätze. Die „Kieler Nachrichten“ berichten, dass eine weitere Einschränkung der Übernachtungsmöglichkeiten in der Gegend laut Bürgermeister Klink eine Lösungsmöglichkeit darstellen könnte.

Eine weitere Einschränkung wäre allerdings sehr schade. Denn die Stellplätze mit Ostseeblick sind äußerst beliebt. Laut Bauhof-Leiter Petersen stehen morgens manchmal gut und gerne 30 bis 40 Fahrzeuge auf den Plätzen.