Meeres-Durchbruch droht! Beliebtes Touristenziel an Ostsee ist in Gefahr

Idylle in Gefahr: Der Halbinsel Schleimünde droht die Überflutung

 
 
 

Kappeln – Ein Leuchtturm, das Lotsenhaus, ein Sportboothafen und das Lokal „Giftbude“ – das ist die kleine Halbinsel Schleimünde bei Kappeln. Nicht nur Touristen, auch Einheimische kommen gerne hierher, um sich von der Seeluft einmal richtig durchpusten zu lassen. Doch jetzt scheint der schmale Landstrich in Gefahr: Ein Meeres-Durchbruch droht!

Schon mehrfach haben Stürme in der Vergangenheit die Überflutung der Verbindung zum Festland verursacht. Bald könnte es noch dicker kommen: Laut „Shz“ befürchten Lokalpolitiker einen Durchbruch der Ostsee.

Es könnte eine Verbindung zwischen Ostsee und Schlei entstehen

„Schon bei leichtem Ostwind und einem Wasserstand von 30 Zentimetern über Normalnull fließt Ostseewasser an dieser Stelle in die Schlei“, schreiben die Landtagsabgeordneten Birte Pauls (SPD) und Flemming Meyer (SSW) in einer Pressemitteilung. Dabei werde ständig weiterer Sand abgetragen, so dass mit „sehr großer Wahrscheinlichkeit“ eine weitere bleibende Verbindung zwischen Ostsee und Schlei entstehen werde.

Folge: Der Wasserspiegel in der Schlei würde ansteigen. Weite Teile des Ufers rund um den Meeresarm könnten regelmäßig überschwemmt werden.

Pauls und Meyer sehen dringenden Handlungsbedarf. Um die Lotseninsel zu retten, müsse Sand aufgeschüttet werden. Zum Beispiel der, der derzeit bei Ausbaggerung der Fahrrinne zwischen Schleimünde und Maasholm anfällt und der nach bisherigen Plänen vor Olpenitz verklappt werden soll. Immerhin 4000 Kubikmeter Sand kämen auf diese Weise schon mal zusammen.

Gegenmaßnahme: Sand aufschütten

Weitere 20.000 Kubikmeter könnte man von einem Vorhaben zur Sandumlagerung vor Schönhagen abzweigen. Nach Ansicht von Pauls und Meyer ist die Situation für Schleimünde wesentlich dramatischer.

Angesichts des Klimawandels und des damit verbundenen Meeresspiegelanstiegs ist aber wohl auch diese Maßnahme nur ein Tropfen auf den heißen Stein.