Neuer Fernzug auf der Strecke Dresden-Berlin-Rostock kommt

So soll der österreichische Doppelstock-Zug im DB-Design aussehen.

 
 
 

Ab Dezember fährt eine neue Fernzuglinie von Dresden über Berlin nach Rostock, und zwar schneller als der RE. Im Mai führt die Linie sogar bis Warnemünde.

Im Dezember bekommt Berlin eine neue Fernzuglinie der Bahn. Es geht dann deutlich schneller an die Ostsee und doppelt so oft nach Dresden. Dies kündigte der für Personenverkehr zuständige Bahnvorstand Berthold Huber am Dienstag an. Ab Fahrplanwechsel Mitte Dezember wird die neue Linie Dresden-Berlin-Rostock fahren, ab Mai dann bis Warnemünde. Von Berlin Hauptbahnhof nach Rostock werden die IC-Züge exakt zwei Stunden benötigen, das ist 40 Minuten schneller als derzeit die RE-Linie.

Von Dezember bis März soll es zehn Fahrten täglich geben mit vorhandenen Fahrzeugen. Ab 8. März ist zwischen 6 und 22 Uhr ein Zwei-Stunden-Takt mit 16 Fahrten täglich geplant. Denn erst im März sind die neuen Fahrzeuge fertig. Dann verdoppelt sich das bestehende Angebot zwischen Dresden und Rostock. Davon profitieren nach Hubers Angaben vier ostdeutsche Bundesländer. Die neue Linie soll am Flughafen Schönefeld (erst ab Mai), am Berliner Hauptbahnhof, in Gesundbrunnen und in Oranienburg halten.

Die Doppelstockzüge des Typs „Kiss“, die ab März eingesetzt werden sollen, hat die Bahn gebraucht gekauft. Wie berichtet hat die Bahn 9 vierteilige Züge von der österreichischen Westbahn übernommen, 2021 kommen 8 sechsteilige hinzu. Die für Tempo 200 zugelassenen Züge sind 2017 gebaut, also neuwertig. Innen gibt es – Österreich hat da nicht gespart – ICE-Standard. WLAN, eine Steckdose an jedem Sitz, große Tische, zwei Bistros, reichlich Platz für Gepäck und Fahrräder.

Und weil die Züge weiterhin in Österreich gewartet werden, bekommt Berlin ganz nebenbei eine Nachtzugverbindung nach Wien. Der letzte Zug am Tag fährt über Dresden weiter in die österreichische Hauptstadt – und am frühen Morgen wieder zurück. „Nachtzüge werden ausgesprochen gut genutzt, vor allem von jungen Leuten“, sagte Huber.