Prognose: Wie schlimm trifft der Klima-Wandel die Ostsee-Küste?

Gibt es solche Ostseestrände bald in Brandenburg? Das behauptet der Deutsche Wetter Dienst (DWD)

 
 
 

Ostsee – Geht es darum, wer die düstersten Zukunftsszenarien entwirft, überbieten sich Wissenschaftler, so scheint es, grade gegenseitig. Nachdem Greenpeace warnte, dass Hamburg zur Jahrhundertwende von acht Meter Hochwasser heimgesucht werden könnte, legt der Deutsche Wetterdienst mit apokalyptischer Botschaft nach.

Brandenburg drohen, wie fast allen Teilen Deutschlands auch, in Zukunft immer krassere Wetterextreme. Das zumindest legt ein Bericht des Deutschen Wetterdienst nahe. Zum einen, so heißt es in dem Bericht, drohen dem Bundesland immer stärkere Dürreperioden, bei denen die Böden austrocknen, zum anderen könnte Brandenburg bald an der Ostsee liegen!

Brandenburgische Kleinstadt könnte bald zur Wasserkante der Ostsee gehören

Wie bitte? Richtig gelesen: In dem Bericht ist die Rede davon, dass die Kleinstadt Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) bald zur Wasserkante der Ostsee gehören könnte. Und das circa im Jahr 2100 – also in Knapp 80 Jahren. Bad Freienwalde liegt etwa 70 Kilometer nord-östlich von Berlin.

Was sich auf den ersten Blick unwirklich anhört, hätte gravierende Folgen: „Es zeichnet sich nicht nur mit Blick auf 2018 und aktuell in diesem Jahr ab, dass die Wasserverfügbarkeit die größte Herausforderung für Brandenburg sein wird“, sagte Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Freitag bei der Vorstellung des Reports.

„Brandenburg steht zu Klimaschutzzielen“

Der Jahresmitteltemperaturwert sei in Brandenburg in den vergangenen Jahrzehnten von 8,7 Grad Celsius (1961-1990) auf 10,8 Grad Celsius (2018) gestiegen. Das sind satte 2,1 Grad Unterschied. Vogelsänger: „Brandenburg steht ohne Wenn und Aber zur Umsetzung der national und international verabredeten Klimaschutzziele“.

Ein Maßnahmenpaket, das bereits eingeleitet wurde: In Brandenburg werden mehr Laubbäume gepflanzt, um es drohenden Waldbränden schwerer zu machen. Dazu seien bereits nach der Flut 1997 umfangreiche Baumaßnahmen eingeleitet worden, um das Bundesland besser vor Hochwasser zu schützen.