WWF schlägt Alarm: 10 000 Geisternetze in der Ostsee

WWF-Einsatzleiter Philipp Kanstinger zeigt ein vor Rügen geborgenes Geisternetz

 
 
 

Rügen – Bis zu 50 Prozent des gesamten Kunststoffmülls in den Weltmeeren besteht aus abgeriebenen, herrenlosen Fischernetzen.

Allein in Europa landen laut Schätzungen jährlich rund 25 000 Geisternetze in den Meeren, davon bis zu 10 000 in der Ostsee. Auf diesen alarmierenden Zustand wies gestern die Umweltschutzorganisation WWF auf einer Fachtagung in Sassnitz hin.

„Die Geisternetze können weiterfangen und stellen eine Gefahr für Meerestiere dar“, so WWF-Expertin Heike Vesper.

Verbleiben sie im Meer, lösen sich langsam winzige Plastikfasern ab und verstärken die Mikroplastik-Belastung. Die Bergung müsse staatliche Aufgabe werden, so die Forderung.