Das ist der absurde Grund, warum Touris hier keinen Ostsee-Blick haben sollen

Verdrehte Sitzgelegenheiten an der Untertrave

 
 
 

Durch die Bank verrückt: An der maritimen Promenade in Travemünde gibt es so einige Sitzgelegenheiten, doch ausgerechnet auf dem neuen Boulvard am Wasser haben Touristen und Einheimische auf den Bänken keine schöne Aussicht mehr. Die stehen nämlich absichtlich falsch herum. Der Grund: Die Privatsphäre der anliegenden Yachtbesitzer.

Verdrehte Sitzgelegenheiten an der Untertrave

Eigentlich ist Lübeck-Travemünde ein beliebter Hotspot für Touristen und einheimische Fans des maritimen Flairs. Und eigentlich bietet auch die nagelneue Promenade am Ostpreußenkai eine schöne Sicht auf Wasser und Schiffe. Doch wenn Spaziergänger auf den Sitzbänken hier mal eine kurze Verschnaufpause einlegen wollen, war es das dann auch mit Seefahrtromantik. Weil die Bänke nicht zur Wasserseite, sondern in Richtung Stadt ausgerichtet sind, können die Besucher stattdessen nur Fischbuden, Cafés und Souvenirläden anstarren.

Grund ist die Privatsphäre der Yachtbesitzer

Der Blick Richtung Häuserblock hat seinen Grund: Einige Yachtbesitzer wollten nicht von den Spaziergängern am Ostpreußen-Kai beobachtet werden. Und so wurde auf einer Ortsratssitzung beschlossen, dass die Privatsphäre der Freizeitskipper unbedingt geschützt werden muss – durch die Bänke mit Stadtblick. „Diese Lösung stellt einen Kompromiss dar, mit dem Ziel, den Interessen der Passanten und Liegeplatzinhaber gerecht zu werden“, teilt die Hansestadt Lübeck in einem schriftlichen Statement mit. Immerhin eine Bank mit „richtiger“ Ausrichtung gibt es noch. Ganz schön verdreht.