Ostsee: Konzentration von Mikroplastik seit 1987 nicht gestiegen


 
 
 

In der Ostsee ist die Konzentration von Mikroplastik in den vergangenen Jahrzehnten offenbar nicht angestiegen.

Forscher aus Deutschland und Dänemark haben zwischen 1987 und 2015 gefangene und eingefrorene Fische sowie Wasserproben untersucht. Das Ergebnis: Die Belastung mit Mikroplastik ist relativ konstant geblieben. Etwa in jedem fünften der mehr als 800 untersuchten Fische seien kleine Plastikteilchen gefunden worden. Die Forscher haben drei Vermutungen, warum die Konzentration konstant bleibt, obwohl so viel Plastik ins Meer gelangt. Zum einen sei es möglich, dass ein großer Teil des Plastiks zum Meeresboden sinke. Zum anderen ist laut den Wissenschaftlern denkbar, dass das Mikroplastik weggespült wurde, weil der Wasseraustausch in der Ostsee so hoch ist. Vielleicht sei es auch von Organismen abgebaut worden.

Die Forscher fanden ebenfalls heraus, dass es sich bei 93 Prozent des gefundenen Plastiks um Kunststoff-Fasern handelt. Diese stammten vermutlich aus Fleecejacken und ähnlichen Kleidungsstücken. Die Wissenschaftler wollen nun untersuchen, wie schnell sich Plastik wirklich abbaut und ob es sich tatsächlich am Meeresboden anreichert.